Xerokambos – früher und heute

My beautiful pictureDas erste Mal nach Xerokambos fuhren wir im Jahr 1997  – damals noch mit unserem kleinen Suzuki LJ80 Geländewagen, mit dem wir jeden Sommer von Deutschland bis Kreta reisten.

Mehr dazu in unserem Blogbeitrag: Mit dem Auto nach Kreta

 

My beautiful pictureDer kleine Geländewagen war mit 39 PS / 28kw zwar nicht gerade schnell, aber mit ihm kam man durch jedes Gelände, über Stock und Stein und auch am Sandstrand bis ins Wasser. Ohne solch ein Fahrzeug hätten wir damals viele kleine Küstenorte Kretas gar nicht erst besuchen können, denn sie waren meist nur über unbefestigte Wege zu erreichen, die je nach Wetterlage auch schon mal vom Regen heftig ausgewaschen waren.

My beautiful picture1997 machten wir also einen ersten Ausflug in die Region um Xerokambos, die so ziemlich am südöstlichsten Zipfel Kretas liegt.
Kurz hinter Ziros endete der Asphalt und wir rumpelten 15 Kilometer über den unbefestigten Weg und durch unzählige Haarnadelkurven den Berg hinunter. Uns blies ein heftiger Wind von der Küste entgegen und wir konnten teilweise durch den aufgewirbelten Staub kaum etwas sehen. Unterwegs begegneten wir einem Wanderer, der sich mitsamt seinem Rucksack dem Wind entgegenstemmte und trotzdem kaum voran kam, obwohl die Strecke bergab führte.  Der junge Mann war glücklich darüber, daß wir ihn in unserem Gefährt mitnahmen. An der Küste angekommen fanden wir uns an schönen unbevölkerten Sandstränden wieder, die uns an Fotos von den Seychellen erinnerten.
My beautiful pictureFür die Fahrt über 15 Kilometer Schotterpiste hatten wir eineinhalb Stunden gebraucht, aber dieser Weg hatte sich gelohnt.

Im Laufe der Jahre haben wir noch zwei oder drei mal diesen Küstenabschnitt besucht. Irgendwann war dann auch die Landstrasse bis zur Küste asphaltiert und wir trafen dort schon auf den ersten Reisebus.

Schade, dachten wir – ein weiteres Mal wird wohl nun ein kleines Paradies vom Massentourismus eingenommen werden.

Nach mehreren Jahren Pause führt uns der Weg 2017 wieder einmal dorthin.

Xerokambos_03
Und wir waren positiv überrascht, daß sich nach nunmehr zwanzig Jahren doch nicht so viel in dieser schönen Ecke geändert hatte, wie unsere Fotos zeigen. 

My beautiful pictureXerokambos_07

 

Allerdings lässt sich etwas anderes leider nicht verheimlichen:
Wenn auch die Gegend sich in zwanzig Jahren kaum gewandelt hat – an mir hat der Zahn der Zeit genagt und meine Konfektionsgrösse ist nicht mehr dieselbe wie früher … und die Haare sind auch weniger geworden …. aber der Spass am Meer ist geblieben !

My beautiful pictureXerokambos_09

3 Kommentare zu „Xerokambos – früher und heute

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  1. Vielen Dank für diesen persönlichen Bericht, der wunderschöne Erinnerungen in meiner Frau und mir weckt. Erst recht auch deshalb, weil ich selbst nie Fotos von unseren Enteckungstouren auf Kreta gemacht habe. Erstmals waren wir Ende der 1980er auf Kreta. Damals aus teils beruflichen Gründen. Ich hatte Kreta nie auf dem Schirm im Bezug auf unsere Urlaubsplane. Das wurde nach der ersten Begegnung dann anders.

    Wir führen ohne Plan oft Kreuz und quer über die Insel. So entdeckten wir – wie von euch beschrieben, damals noch über eine gewöhnungsbedürftige Schotterstrasse im Schneckentempo – auch Xerokambos.
    Es war spät am Tag, und im Dunkeln wollten wir nicht die ganze Strecke zurück zu unserem Hotel in Matala fahren.
    Einige der Einheimischen besorgten uns eine Unterkunft sowie Gr. Drachme, da wir nur die gute, alte DM dabei hatten. Wir verbrachten einen wunderschönen, langen Badeabend im lauen Meerwasser direkt im Ort nahe eines Lokals auf dessen Terrasse wir auch dann auch zu Abend assen.

    Dass sind so herrliche Erlebnisse, weil mehr zufällig entstanden. Daran denkt man gerne zurück. Wiederholen lässt sich so etwas leider nicht. Jahre später waren wir nochmal dort. Nicht, dass sich so viel verändert hätte, aber der „Wow-Effekt“ stellt sich halt nicht mehr ein.

    Herzliche Grüße von einem nun auch schon älter gewordenen Mitmensch,
    der gerade seinen Lebensabend tief im kroatischen Hinterland verbringt.
    Michel

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    1. Hallo Michel,
      es freut mich sehr, daß mein Bericht ein paar schöne Erinnerungen in Dir geweckt hat und Ihr ebenso wie wir einfach auf Gut Glück die Insel entdeckt habt. Das war die beste Art und Weise, Kreta lieben zu lernen.
      Alles Gute nach Kroatien
      PeKo

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